Wasserschultage mit den Rangern vom Nationalpark Hohe Tauern
"Am Montag kam Ranger Simon vom Nationalpark Hohe Tauern zu uns in die Klasse. Er erzählte uns vom Murmeltier, vom Steinbock und vom Bartgeier. Wusstest du, dass der Bartgeier fast ausgerottet wurde? Die Leute hielten ihn früher für ein sehr gefährliches Raubtier, aber tatsächlich frisst er nur Knochen. Simon erklärte uns auch, wie viel Salzwasser, Süßwasser und Trinkwasser es auf der Erde gibt. Wenn man sich vorstellt, 100 Wassertropfen sind das ganze Wasser auf der Erde, sind nur 3 Tropfen davon Süßwasser und davon können wir wiederum nur 0,2 Tropfen trinken.
Am Dienstag erfuhren wir von Simon die verschiedenen Formen, wie Wasser auftreten kann. Nämlich fest, flüssig oder gasförmig. Dann erklärte er uns den Wasserkreislauf. Dieser funktioniert so: Wenn die Sonne auf Flüsse, Meere und Seen scheint, verdampft etwas Wasser und steigt in die Luft. Weil es immer weiter nach oben steigt, wird es immer kälter. Daher klammern sich viele kleine Wasserteilchen zusammen und werden so als Wolke für uns sichtbar. Dazu machten wir ein kleines Experiment. Simon füllte kochend heißes Wasser in ein großes Glas und stellte eine kleinere Schüssel mit kaltem Wasser darauf. Dadurch entstand in dem Glas eine Wolke. Als er die kleine Schüssel herunternahm, verschwand die Wolke langsam und von der kleinen Schüssel begann es zu regnen.
Am Mittwoch wiederholten wir, was wir die letzten zwei Tage gelernt hatten. Nach der großen Pause spazierten wir zum Innspitz und suchten in Zweiergruppen im Wasser unter Steinen nach Insektenlarven. Drei davon sahen wir uns unter dem Mikroskop genauer an. Durch die vorkommenden Larven ergab sich, dass die Wasserqualität der Brandenberger Ache die Klasse 1-2 hat. Das ist Trinkwasserqualität!
Vielen Dank an Simon für die lehrreichen, tollen, spannenden und ereignisreichen Tage von der ganzen 3m Klasse!"